| 19.Berliner Seniorenmeisterschaft 2003 |
Mit der rekordverdächtigen Teilnehmerzahl von 72 Spielern begann am 18.März im Schachcafé "en passant" in der Schönhauser Allee die Berliner Seniorenmeisterschaft.
FIDE-Meister Werner Reichenbach könnte es als erstem Spieler gelingen, den Titel zum 3.Mal hintereinander zu gewinnen. Die Voraussetzungen sind sehr gut - er ist wieder mit Abstand die Nr.1 der Rangliste.
Auch einige ehemalige Seniorenmeister sind mit von der Partie: Horst Strehlow (1992, 1997), Günter Ahlberg (1994, 1995), Sigurd Krüger (1993) und Konstantin Keil (1998).
Termine:
1.Runde Dienstag 18.03.2003 14.00 Uhr
2.Runde Donnerstag 20.03.2003 14.00 Uhr
3.Runde Freitag 21.03.2003 14.00 Uhr
4.Runde Sonnabend 22.03.2003 10.00 Uhr
5.Runde Sonntag 23.03.2003 10.00 Uhr
6.Runde Dienstag 25.03.2003 14.00 Uhr
7.Runde Donnerstag 27.03.2003 14.00 Uhr
8.Runde Montag 31.03.2003 14.00 Uhr
9.Runde Dienstag 01.04.2003 14.00 Uhr
Schachcafé
Bericht von Dieter Schiemann
In der Schönhauser Allee 58, im Schachcafe "en passant" wurde die 19. Berliner Senioren – Einzelmeisterschaft ausgerichtet. Seitens des Gastgebers, dem SV Berolina Mitte e. V., Vorsitzender Werner Windmüller, den Geschäftsführern Sven Horn und Mike Gerndt wurde das Turnier für alle Spieler ein beachtliches Erlebnis.
Vom Turnierleiter Dieter Schiemann wurde im Rahmen einer Eröffnungsrede, dem Andenken an unserem langjährigen Schachfreund Otto Ruppe (siehe Rochade Berlin 4/2003 Seite 1) eine Gedenkminute eingelegt. Es wurde der Schiedsrichter Sven Horn und die Schiedskommission bestehend aus 3 namhaften Spielern vorgestellt.
Die Einzelmeisterschaft fand im Zeitraum vom 18. März bis 01. April 2003 mit einer Rekordbeteiligung von 72 Teilnehmern statt. 2 Seniorinnen aus Berlin und 7 Senioren aus anderen Bundesländern bereicherten das Interesse dieses Turniers. Webmaster Jürgen Werner, der für eine reibungslose Auslosung und im Anschluß an jeder Runde für eine schnelle Veröffentlichung im Internet sorgte, und Werner Windmüller, die Seele des Turniers, der aufopferungsvoll dem Turnierleiter zur Seite stand. Beiden gebührt mein persönlicher Dank für Ihren gezeigten Einsatz im Sinne dieses Schachturniers.
Gespielt wurde in mehreren Räumen des Schachcafe´s. Entsprechend der Auslosung über "Swiss Chess" gab es in der 1. Runde keine Überraschungen. Schnellspieler Peter Bogomolnyi TWZ 1940 verlor mit Schwarz gegen Klaus Franke TWZ 1634. In der 2. Runde ließen die Mitfavoriten von FM Werner Reichenbach, der bisher 2001 und 2002 Turniersieger war, Peter Krug und Alexander Jugow die ersten Federn. Beide spielten gegen ihre Gegner Remis.
Nestor und Berliner Seniorenmeister 1998 Konstantin Keil verlor in der 3.Runde gegen Peter Krug beide mit 1,5 Pkt. Unser ältester Teilnehmer Jahrgang 1914 Walter Wuthcke mußte leider mit seinen 88 Jahren das Turnier aus gesundheitlichen Gründen in der 4. Runde beenden. Die 5. Runde war das schon die Runde der Entscheidungen? FM und Titelverteidiger Werner Reichenbach schaffte ein Remis gegen ein stark spielenden Peter Krug (siehe Partieanalyse). Neuberliner Alexander Jugow gewann gegen Alfred Barwich. Danach sieht die Punkteverteilung nach der Halbzeit wie folgt aus: FM Werner Reichenbach und Alexander Jugow mit 4,5 Pkt. Es folgen auf die Plätze der Berliner Seniorenmeister 1992 und 1997 Horst Strehlow, Peter Krug und Horst Nietsch mit 4,0 Pkt. Jungsenior Gerhard Borkowski TWZ 1733 sorgte hier schon für Aufmerksamkeit. Mit 3,5 Pkt. lag er auf Platz 6.
In der 6. Runde spielte er mit den schwarzen Figuren gegen Nestor und Berliner Seniorenmeister 1994 und 1995 Günter Ahlberg einen hervorragenden Sieg heraus. Alexander Jugow nutzte beim direkten Vergleich gegen FM Werner Reichenbach seine Chance und gewann nach 43 Zügen.
Es kam, wie es kommen mußte, in der 7. Rd. FM Werner Reichenbach, der aus eigenen Kräften nicht mehr den Titel zum 3. Mal hintereinander erringen konnte, spielte gegen Peter Bogomolnyi und gewann überlegen. An Brett 1 kämpfte Horst Strehlow gegen Alexander Jugow. Wie man so schön sagt, "es hing an Messers Schneide", in der Endphase übersah Horst Strehlow die Siegkombination, und beide Spieler einigten sich auf Remis. Hilmar Petzold und Peter Krug spielten an Brett 2. Peter Krug entschied diese Partie für sich und stand mit 6. Pkt. auf Platz 2.
Die 8. Runde alles oder nichts, an Brett 1 Peter Krug gegen Alexander Jugow. Der Schwarz spielende gewann nach 36 Zügen und war somit alleiniger Spitzenreiter.
In der 9. Runde setzte sich Alexander Jugow gegen Hans – Jürgen Stieg durch.
Mit 8,0 Pkt. aus 9 Runden wurde Alexander Jugow der
19. Berliner Senioren Einzelmeister
Natürlich sind die nachfolgenden Spieler nicht zu vergessen geschweige zu unterschätzen. An allen Brettern wurde von der ersten bis zur letzten Runde um jede Position gekämpft.
Es war während des gesamten Turnieres eine angenehme Stimmung und ein fairer Turnierverlauf. Die Schiedskommission brauchte in keiner Weise einschreiten. Erfreulich war die Übereinstimmung im Rahmen unseres Seniorenschachs, welches sich in dem Offenen Brief zum Ausdruck gebracht wurde. (Rochade Nr. 5 Seite 77) Natürlich erwarten wir Berliner Senioren eine Antwort vom Präsidenten Alfred Schlya.
In diesem Sinne, auf ein baldiges Wiedersehen bei der
20. Berliner Senioren Einzelmeisterschaft 2004
BSV © 07.08.2007
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