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16.Rehberge-Open
Sonnabend, den 31. Juli 2010, 13:00 Uhr
11 Runden Schweizer System, 15 Min. Bedenkzeit
13351 Berlin-Wedding, Clubheim Rehberge
Afrikanische Straße 43 / Ecke Transvaalstraße
Preisfonds 1.000 € garantiert Infos unter www.sc-rehberge.de

  Helmi Walter

Lebensdaten

* 18.12.1925 in Berlin
† 1980er Jahre

Helmi Walter - DDR-Meisterin 1980

Sportfreundin Helmi Walter konnte bereits zum zweiten Male den Titel einer DDR-Fernschachmeisterin erringen, wozu wir ihr sehr herzlich gratulieren. Unser Glückwunsch auch den Plazierten Liselotte Janssen und Irene Winter. In dieser sehr fair gespielten, aber spannungsgeladenen Endrunde gab es 24 Gewinnpartien mit Weiß, 10 für Schwarz und 11 Partien endeten remis. Nur eine ZÜ mußte ausgesprochen werden.

Die neue DDR-Meisterin wurde am 18. Dezember 1925 in Berlin geboren und arbeitet als Auftragsbearbeiterin im Absatz für Schmiedeerzeugnisse. Obwohl sie bereits als Kind das Schachspiel kennenlernte, kam sie erst 1960 zum aktiven Schach. Anfängliche Mißerfolge entmutigten sie nicht, und nach und nach stellten sich dann die Erfolge ein. Sportfreundin Walter ist Mitglied und Sektionsleiter der Sektion Schach der BSG Motor Wildau und spielt aktiv bei den Mannschaftsmeisterschaften mit. Daneben war sie auch Gastspielerin in der Frauen-Oberligamannschaft von AdW Berlin und nach deren Auflösung in der DDR-Liga bei WBK Berlin. Mit dem Fernschach begann sie bei einer Berliner Fernschachmeisterschaft. Dann folgten die ersten Klassenturniere. Ihre Meldung zur 3. DDR/FFM 1968/70 wurde ein voller Erfolg, sie wurde Meisterin. Während sie dann die 4. DDR/FFM restlos verpatzte, war ihr Caissa jetzt wieder hold. Sportfreundin Walter schrieb uns, daß sie Nah- und Fernschach nicht mehr missen möchte.

Pl.Spielerin1234567890Pkt.S.-B.
1.Helmi Walter (Wildau)x10˝11˝1117,0 
2.Liselotte Janssen (Colditz)0x110101116,0 
3.Irene Winter (Stotternheim)10x00˝11115,5 
4.Christina Skorna (Görlitz)˝01x1˝1˝0˝5,023,5
5.Irma Lisek (Berlin)0110x010115,019,0
6.Ulrike Tischer (Zittau)00˝˝1x˝˝115,017,5
7.Karin Kempe (Freiberg)˝1000˝x˝114,5 
8.Ingeborg Stade (Neue Mühle)000˝1˝˝x˝14,0 
9.Anita Zappe (Rochlitz)0001000˝x˝2,0 
10.Brigitte Klarius (Schwedt)000˝0000˝x1,0 

 Sizilianisch H. Walter - L. Janssen

1.e4 c5 2.Sc3 Sc6 3.f4 e6 4.Sf3 d5 5.Lb5 Sge7 6.0-0 Gegen die seltene weiße Eröffnungsvariante hat Schwarz eine sehr gute Aufstellung eingenommen. [Anstelle der Rochade probierte Exweltmeister Smyslow 1959 einmal gegen Olafsson 6.exd5 Sxd5 7.Se5 Ld7 8.Lxc6 Lxc6 9.Sxc6 bxc6 10.0-0 Le7 , doch stand Schwarz auch hier ausgezeichnet.] 6...dxe4 7.Sxe4 a6 8.Ld3?! [Einfacher 8.Lxc6+ Sxc6 9.d3] 8...Sd5 9.g3 Le7 10.Le2?! Eingeständnis, daß die Eröffnungsbehandlung nicht glücklich war, eventuell kam 10. b3 in Betracht. 10...0-0 11.d3 b6 12.c3 Lb7 13.Se5 Dc7 14.Sxc6 Lxc6 15.c4 Sf6 16.Sc3 Tad8 17.Lf3 Td7 18.De2 Tfd8 19.Lxc6 Dxc6 20.Tf3 Td4 21.a4? [Unbedingt nötig war 21.Sd1 , um nach 21...Dd7 mit 22.Sf2 decken zu können. Merkwürdigerweise versäumt jedoch auch Schwarz hier die Gelegenheit, die Gegnerin mit 21....Dd7! vor ein peinliches Problem zu stellen.] 21...Se8? 22.Se4 Dd7 Zu spät 23.Sf2 Db7 24.Ld2 h6 25.Lc3 T4d7 26.Sg4 Sd6 27.Se5 Tc7 28.g4! Während Schwarz etwas planlos manövriert hat, hat die Anziehende ihre Stellung ständig verbessert und beginnt hinter dem Rücken ihrer beiden gut postierten Leichtfiguren einen gefährlichen Königsangriff. 28...f6 29.Sg6 Kf7 30.Sxe7 Txe7 31.b4 cxb4 32.Lxb4 a5 33.Lc3 Dc6 34.Te3 Sb7 35.g5! Danach ist mehrfache Linienöffnung am Königsflügel unvermeidlich, so daß beide Könige mit vielen Schachgeboten rechnen müssen. Doch ist der schwarze König gefährdeter als sein weißer Gegenspieler.








35...hxg5 36.fxg5 Dc5 37.gxf6 gxf6 38.Tf1 Tg8+ 39.Kh1 Dc6+ 40.Te4 f5 41.Dh5+ Kf8 42.Lf6! Tf7 [Dieser elegante Zug (Lf6) beruht auf der Variante 42...fxe4 43.Lxe7+ Kxe7 44.Df7+ Kd6 45.Dxg8 exd3+ 46.Dg2 Sc5 47.Dxc6+ Kxc6 48.h4 und gewonnenem Endspiel. Schwarz lehnt ab, doch fällt danach der Bauer f5, und das ist auch chancenlos.] 43.Txf5! Sd6 [Oder 43...exf5 44.Dh6+ Tfg7 45.Lxg7+ mit Damengewinn.] 44.Dh6+ Ke8 45.Td5! Kd7 46.Dh3! Txf6?! 47.Dh7+ Ke8 48.Dxg8+ Ke7 49.Te1 Tf7 50.Dg2 Dxa4? 51.Dg5+ Tf6 52.Txd6 und Schwarz gab auf. 1-0

Quelle: SCHACH 6/1980, S.370

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BSV © 19.07.2007

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