| Georg Schories |
- * 09.01.1873 in Berlin
- † 02.12.1934 in Berlin
 |  | Nachruf in Deutsche Schachblätter 1935 | |  |
Mit Meister Georg Schories ist eine hochbegabte Schachpersönlichkeit dahingegangen, die auf beiden Gebieten des Schachs - im Kampfschach und Problemschach - zu hervorragenden Leistungen berufen war, aber infolge widriger Lebensumstände nicht zur letzten, harmonischen Entfaltung gelangen konnte. Eine wechselvolle Lebensbahn führte ihn, ursprünglich in Ausübung des Schneiderhandwerks, über Paris nach England, wo er jahrzehntelang seinen Wohnsitz hatte. Er beteiligte sich mit Auszeichnung an zahlreichen englischen Turnieren, zwischendurch holte er sich 1905 in Barmen den deutschen Meistertitel und spielte 1907 nicht ohne Erfolg im Meisterturnier zu Ostende. Während des Krieges traf ihn das harte Los der Internierung, dann kehrte er in die Heimat zurück. Zum letztenmal trat er im Pyrmonter Turnier in die Arena, als Ältester unter den teilnehmenden Meistern.
Außer geistvollen Partien besitzen wir von Schories eine Anzahl vortrefflicher Schachprobleme. An Umfang ist sein problemschachliches Lebenswerk nicht überragend; aber alle seine Probleme zeugen von einer seltenen Reife und Selbstkritik, Mittelmäßiges ist aus seiner Werkstatt nie hervorgegangen. Wir gehen wohl nicht fehl, wenn wir diese gleichmäßig hohe Qualität seines Problemschaffens mit seinem allgemeinen meisterlichen Können, kurz gesagt mit seiner Spielstärke, in Verbindung bringen.
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Quelle: Deutsche Schachblätter Nr.5, 1.März 1935, S.74
In der Quelle werden noch zwei Mattaufgaben von Schories präsentiert.
BSV © 22.07.2005
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