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  Chronik des Jahres 1960

02.02.1960 † Paul Lohauß
 
 
29.02.-07.03.1960  Kleine Schach-Olympiade in Berlin
Der BFA Berlin veranstaltet in diesem Zeitraum im Zentralen Club der Jugend und der Sportler (Deutsche Sporthalle, Stalinallee) seine "Kleine Schach-Olympiade". Alle Sektionen von Groß-Berlin und Umgebung sind hierzu herzlich eingeladen. Jede Sektion kann beliebig viel Vierer-Mannschaften melden. Meldeschluß: 25.Februar 1960 unter Rufnummer 530751, Apparat 50.
Gespielt wird täglich ab 18 Uhr nach Schweizer System mit verkürzter Bedenkzeit. Gäste willkommen !
Die Siegermannschaft nimmt am End-Ausscheid aller Bezirke teil. Schachfreunde Berlins ! Erscheint in Massen zur Kleinen Schach-Olympiade ! [SCHACH 4/1960, S.63]
 
Febr.-April 1960  Massensport
Eine schöne massensportliche Veranstaltung führten die Schachsportler Berlins in den Monaten Februar, März und April 1960 im Kultursaal des Zentralen Klubs der Jugend und Sportler (Deutsche Sporthalle Stalinallee) durch, an welcher 64 Nichtorganisierte teilnahmen. Der älteste Teilnehmer war 71 Jahre, doch spielten auch 14 Jugendliche - darunter zwei Mädchen - mit.
Den Auftakt bildete am 28.Februar ein Blitzturnier, daran schloß sich ein großes Turnier an, das nach Schweizer System durchgeführt wurde. Gespielt wurde zweimal in der Woche unter der Gesamtleitung von Rudolf Dümmler. Es gab schöne und spannende Kämpfe, die am 13.April zu Ende gingen. Sieger wurde der Sportfreund Günter Schulze. Als Abschluß fand am 14.April ein gemütlicher Abend statt. Nach der Siegerehrung efolgten kabarettistische Darbietungen, und anschließend wurde fleißig das Tanzbein geschwungen.
Den Teilnehmern gefiel die schachsportliche Veranstaltung so gut, daß sie beschlossen, auch weiterhin zusammen zu bleiben. Jeden Monatg und Freitag wird in der Deutschen Sporthalle ab 18 Uhr Schach gespielt, und jeder ist herzlich willkommen. [SCHACH 10/1960, S.160]
 
08.-10.04.1960  Kleine Schach-Olympiade in Berlin
Nun ist es soweit ! Die bereits schon einmal angesetzte "Kleine Schach-Olympiade" in Berlin wird in diesem Zeitraum in der Deutschen Sporthalle, Stalinallee, durchgeführt. Gespielt wird in Vierer-Mannschaften (Männer, Frauen, Jugend, bzw. gemischt). Jede Sektion kann bis zu drei Mannschaften stellen. 12 Runden Schweizer System bei einer Bedenkzeit von 15 Minuten je Spieler und Partie.
Spielzeit: Am 8.April ab 19.30 Uhr Runde 1-4, am 9.April ab 14 Uhr Runde 5-8, am 10.April ab 9 Uhr Runde 9-12.
Mannschaftsmeldungen sind bis zum 7.April 1960 schriftlich beim BFA Schach Groß-Berlin abzugeben.
Berliner Schach-Sektionen ! Beteiligt Euch rege an der "Kleine Schach-Olympiade" ! Die drei besten Mannschaften des Turniers nehmen am End-Ausscheid aller Bezirke teil. [SCHACH 7/1960, S.111]
 
Mai 1960  Walter Tölg mit neuer Funktion
Die Funktion des Agit-Prop. übernimmt auf Beschluß des BFA Schach sofort Sportfreund Walter Tölg, Berlin N 4, Schwartzkopffstr.3, Tel.(von 8-17 Uhr) 200461, App.397, privat 426557. Alle Beiträge, die in Berliner Zeitungen, bzw. der Zeitschrift "Schach" erscheinen sollen, sind an Sportfreund Tölg zu richten. [SCHACH 11/1960, S.175]
 
Mai 1960  Kulturhaus der Bauarbeiter
Der öffentliche Schachverkehr vom Kulturhaus der Bauarbeiter (Spielabend freitags ab 18 Uhr) wird nach dem Zentralen Klub der Jugend und Sportler (Deutsche Sporthalle) verlegt. Spieltage und Zeit werden noch bekanntgegeben. Da es bestimmt Interessenten geben wird, welche die Absicht haben, Mitglied einer Sektion zu werden, sind die Sektionsleiter hiermit aufgefordert, sofort ihre Spieltage und Spielzeit an Richard Scholz, Berlin C 2, Blankenfeldestr.14, anzugeben. Die interessierten Schachfreunde werden dann der ihnen zusagenden Sektion überwiesen. [SCHACH 11/1960, S.175]
 
21.07.1960  Deutsche Sporthalle
Heute fand in der Deutschen Sporthalle ein öffentlicher Schachbetrieb statt. Die ursprünglich vor der Sporthalle vorgesehene Veranstaltung mußte wegen schlechten Wetters in den Innenraum verlegt werden. Bald hatten sich etwa 50 Schachfreunde eingefunden, größtenteils unorganisierte. Mancher starke Spieler befand sich unter ihnen, so daß unsere Verbandsmitglieder oft große Mühe hatten, sich zu behaupten. Etwa 200 Zuschauer verfolgten die Kämpfe, und man kann wohl sagen, es war eine gelungene Veranstaltung.
Es ist geplant, in jedem Monat solch eine Veranstaltung zu starten, die nächste am 25.August 1960, 18.00 Uhr, wieder in der Deutschen Sporthalle.
Der öffentliche Schachverkehr wird auch in diesem Jahr wieder regelmäßig stattfinden, erstmals am 2.September, 18.00 Uhr, dann jeden Montag und Freitag in der Deutschen Sporthalle. [SCHACH 16/1960, S.254]
 
28.08.1960  Bezirkstreffen Cottbus - Berlin 15½:9½
Heute trafen die beiden Bezirke Cottbus und Berlin zum zweiten Male zu einem Vergleichskampf an 25 Brettern aufeinander. Der Kampf endete bei den Männern 7½:7½. Bei den Frauen und Jugendlichen unterlagen die Berliner klar mit 8:2. Trotz Terminschwierigkeiten sowie durch Überschneiden mit dem Dreiviertelfinale und der Hauptreisezeit gelang es den Funktionären beider Bezirke, spielstarke Vertretungen aufzustellen. Der Kampf selbst fand in einer Atmosphäre herzlicher Freundschaft statt. Es wurde über die ganze Zeit mit vollem Einsatz gekämpft.
An den ersten 7 Brettern der Männer (Cottbus zuerst genannt): Geissert 1 Thal, Lehmann 1 Ullrich, Narosch 0 Stahl, Liebscher ½ Tiemer, Kittel 1 Heinrich, Reichelt ½ Barwich, Kühnel ½ Stieg. [SCHACH 18/1960, S.278]
 
September 1960  Glühlampenwerk - Leipzig
Mitte September hatten sich die Sportfreunde von der BSG Berliner Glühlampenwerk die DDR-Liga-Mannschaft von Lok Leipzig-Mitte zu einem Freundschaftsspiel eingeladen. Durch einige Spieler aus Friedrichshagen verstärkt, erzwangen die BGWer gegen die mehrere Klassen höher spielenden Leipziger Gäste ein beachtliches 5½:5½. An den ersten fünf Brettern siegten die Berliner sogar 3:2. Während der XIV.Schach-Olympiade wird dann Leipzig Gastgeber sein. [SCHACH 20/1960, S.319]
 
September 1960  Schachforum
Ende September wurde in Berlin in Vorbereitung auf die XIV.Schach-Olympiade im Haus der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft ein Schachforum veranstaltet, zu dem Turnierdirektor Herbert R.Grätz aus Leipzig herbeigeeilt war, um den Berliner Schachfreunden Fragen zu beantworten und interessante Einzelheiten und Neuigkeiten von den Vorbereitungen zum Turnier der Nationen zu berichten. Im Anschluß an das Forum spielte der zur Zeit in Berlin lebende argentinische Meister und Teilnehmer der Schach-Olympiade 1939 in Buenos Aires der 54jährige Viktor Winz, gegen 22 Schachfreunde simultan. Nach fast vierstündigem Kampf erzielte er 16 Siege und 2 Unentschieden gegen Günther Frenzel (BTB Zentrum) und Wolfgang Raasch (Rotation Berlin). Geschlagen geben mußte er sich dem Westberliner Jugendmeister Gerd Niess, dem 12jährigen (!) Pionier Roderich Strobel sowie den Sportfreunden Kurt Böttcher (BTB Zentrum) und Erich Lorenz (Neukölln). [SCHACH 20/1960, S.319]
 
Oktober 1960  Post-Pokal
Wie im Vorjahr trafen sich Anfang Oktober die Postsportler zu einem großen Pokalturnier um den Wanderpreis des Ministers für Post- und Fernmeldewesen im neuerbauten Sportheim der BSG Post Berlin in der Pappelallee in Berlin. Um die begehrte Trophäe kämpften die Postmannschaften aus Berlin, Dresden, Halle, Herzberg (Elster) und Schönebeck (Elbe). Der Pokalverteidiger Berlin behielt durch einen hohen Endspielsieg mit 6½:1½ Punkten gegen Halle den Wanderpreis für ein weiteres Jahr. Dritter wurde Dresden vor Herzberg, Schönebeck und der zweiten Berliner Mannschaft. Während der feierlichen Abschlußveranstaltung nahm Staatssekretär Serinak die Siegerehrung vor. Dresden wird 1961 Austragungsort der dritten Pokalmeisterschaft der Postsportler unserer Republik sein. [SCHACH 21/1960, S.335]
 
Okt./Nov.1960  Blitzturnier in Friedrichshain
Während der XIV.Schach-Olympiade veranstaltete der Kreisfachausschuß Friedrichshain mit Unterstützung des Rates des Kreises im Berliner Zentralen Klub der Jugend und Sportler in der Stalinallee ein großes Blitzturnier. Unter den 48 Teilnehmern, die in sechs Gruppen zu acht Spielern um den Einzug in die Endrunde kämpften, siegte schließlich ungeschlagen H.-J.Stieg (Lok Pankow) vor E.Brettschneider und H.Schulz. Erfreulicherweise nahmen auch viele nichtorganisierte Sportfreunde teil, die zum Teil recht gute Ergebnisse erzielten. [SCHACH 23/1960, S.367]
 
05.11.1960  Deutsche Blindenmeisterschaft
Bei der XI.Deutschen Einzelmeisterschaft der Blinden gewinnt der Görlitzer Hans Wünsch. Berliner Plazierungen: 6.Klaus Mickeleit 6, 12.Klaus Zander 0. [SCHACH 1/1961, S.15]
 
13.11.1960  IV.Deutsche Pokalmeisterschaft
Ergebnisse der 5.Runde:
Aktivist "Martin Hoop" Mülsen I 5:3 Einheit Friesen
Motor Dresden Ost I 3:5 Lok Pankow I
SG Fredersdorf 2:6 Rotation Dresden. [SCHACH 1/1961, S.6]
 
27.11.1960  IV.Deutsche Pokalmeisterschaft
Ergebnisse der 6.Runde:
Motor Rostock 0:8 TSC Oberschöneweide I
Lok Pankow I 5:3 SC Einheit Dresden. [SCHACH 1/1961, S.6]
 
08.12.1960  Festveranstaltung
In einer Festveranstaltung zu Ehren der "Deutschen Meister 1960" im TSC Oberschöneweide im Gesellschaftshaus Grünau wurde neben den verdienten Sportlern des Clubs in anderen Sportdisziplinen auch die erfolgreiche 1.Mannschaft der Sektion Schach ausgezeichnet. Sportfreund Werner Müller als Vorsitzender des Clubs fand in seiner Festansprache Worte hoher Anerkennung für die hervorragenden Leistungen der Sportler des Clubs. Er ermahnte aber zugleich, in der Trainingsarbeit nicht nachzulassen, diese vielmehr noch intensiver zu gestalten, um bei den bevorstehenden Aufgaben noch größere Leistungen hervorbringen zu können. Insbesondere galten seine Worte der rasch vorwärtsdrängenden Jugend des Clubs. Ein mit großem Beifall aufgenommenes Kulturprogramm des "Berliner Kabarett-Sextetts" und anschließender Tanz gaben der Feierstunde einen fröhlichen Ausklang.

Auswertung der DDR-Oberliga:
 M Fuchs (Motor Gotha)         13/16
M Platz (TSC) 13/16
MA Baumbach (TSC) 14½/19
M Golz (TSC) 13/20
M Bertholdt (Einheit Dresden) 7/13
M Zinn (Gotha) 10/19
MA Handel (Gotha) 10/20
MA Möhring (Chemie Halle) 9/18
MA Starck (TSC) 13½/19
MA Thal (TSC) 11½/20
LK1 Barwich (TSC) 8½/15
MA Stahl (TSC) 5½/10
LK1 Frenzel (TSC) 7/14
MA Tiemer (TSC) 11/22
[SCHACH 1/1961, S.10]
 
11.12.1960  IV.Deutsche Pokalmeisterschaft
Ergebnisse der 7.Runde:
TSC Oberschöneweide I +:- SC Rotation Leipzig II
Rotation Dresden 3:5 Lok Pankow I. [SCHACH 1/1961, S.6]
 
1960 Schwarz-Weiß Neukölln wird gegründet
 
 
1960 Kirchhammer Vereinsmeister
Richard Kirchhammer wird Vereinsmeister bei Läufer Reinickendorf.
 
1960 Richter Vereinsmeister
Norbert Richter wird Vereinsmeister bei Hertha.
 
1960 Bialas Vereinsmeister
Bialas wird Vereinsmeister bei Eckbauer.
 
1960 Dornieden Vereinsmeister
Dornieden wird Vereinsmeister beim SC Kreuzberg.
 
1960 Umbenennung
Gehörlosen SVg Berlin benennt sich um in "Gehörlosen-SC Berlin".
 
1960 Simultan der sowjetischen Mannschaft
Nach ihrem erfolgreichen Auftreten in der Dynamo-Sporthalle, wovon wir im vorigen Heft berichteten, spielten einige Mitglieder der sowjetischen Olympiade-Mannschaft auch in Westberlin. Von 10 Uhrenpartien gewann Weltmeister M.Tal 9 und verlor eine (gegen Redlich). Ex-Weltmeister Botwinnik spielte an 25 Brettern simultan mit dem Ergebnis 24+, 1=, Ex-Weltmeister Smyslow an 30 Brettern 24+, 6=. [SCHACH 1/1961, S.16]
 
1960 Ausscheidungsturnier zur DSB-Meisterschaft
Das Ausscheidungsturnier zur Meisterschaft des Deutschen Schachbundes wurde mit 30 Teilnehmern in Berlin durchgeführt (13 Runden Schweizer System). Die ersten fünf Plätze, die zur Teilnahme an der Meisterschaft berechtigen, gingen an Mohrlok 9½, Hottes, Weise, Joppen und Eising je 8½. Mit gleichfalls 8½ Punkten kam Bialas nach Wertung auf den 6.Platz. Die nächstfolgenden Plätze belegten Budrich und Schuster je 8, Hecht und Pesch je 7½, Pfleger und Heim je 7. [SCHACH 11/1960, S.175]
 
1960  Pirna - Treptow
Einen Vergleichskampf in der Elbestadt Pirna gewann Motor Treptow mit 8:6 gegen Fortschritt Pirna. Die Spitze spielte: Rogowski 1 Wanowski, Börner ½ Barsch, Wiesner 0 Simons (Treptow zuerst genannt). [Flasche in SCHACH 21/1960, S.335]
 

BSV © 19.07.2007

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32.
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