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  Chronik des Jahres 1952

19./20.01.1952  Jakubowski Trainerchef
Walter Jakubowski (Berlin) wird in Halle einstimmig zum Vorsitzenden der Trainerkommission der Sektion Schach der DDR gewählt. [SCHACH 2/1952, S.21]
 
11./13.03.1952  BSG Empor Nord
Die gut geleitete Schachsektion der BSG Empor Nord steht als erfolgreichste Mannschaft in der A-Klasse im Gesamtberliner Maßstab vor dem Aufstieg in die Zwischenliga. Am 11.März war bei der Sektion Meister Kurt Richter zu Gast, der eine Simultanvorstellung an 17 Brettern gab. Nach 3½stündigem Spiel erzielte der Meister 8 Siege, 4 Remispartien und mußte dagegen an 5 Brettern seinen Gegnern den Sieg überlassen. Friedrich, Heimann, Hildebrandt, Scholz und Sesseck waren seine Bezwinger, deren umsichtiges Spiel und ausgezeichnete Endspielführung der Meister am Schluß lobend hervorhob. Am 13.März hatte der rührige Sektionsleiter Kraft den besten Einzelspieler der Berliner Zwischenliga, Bruno Ullrich, verpflichtet. Dieser Spitzenspieler spielte gleichzeitig 8 Uhrenpartien gegen eine Auswahl der BSG. Mit 4 Siegen und 3 Remispartien bei nur einer Niederlage gegen Sesseck bewies Ullrich seine ausgezeichnete Form, wenn es auch bei ihm nicht ganz zum Meisterlimit von 70 Prozent langte. Beide Veranstaltungen gaben ein aufschlußreiches Bild über die erfolgreiche Breitenarbeit, die in den Betriebssportgemeinschaften geleistet wird. [SCHACH 5/1952, S.80]
 
30.03.1952  Görlitz - Berlin
An diesem Sonntag fand in Görlitz ein Vergleichstreffen zwischen einer Auswahlmannschaft der SV Motor Berlin und dem Gastgeber, der BSG Motor Görlitz, statt. Die Berliner Mannschaft, die sich aus Spielern der BSG Motor Wilhelmsruh und der BSG Motor Treptow zusammensetzte, siegte 10:5. Besonders erfolgreich waren die Jugendlichen aus Wilhelmsruh. [SCHACH 8/1952, S.128]
 
März 1952  Täglicher Schachverkehr im Zentrum Berlins
Im Hotel Johannishof, Johannisstraße Ecke Friedrichstraße (Hoteleingang, parterre rechts), ist den Berliner Schachfreunden Gelegenheit gegeben, täglich ab 14 Uhr Schach zu spielen. Meister werden durch Vorträge und Simultanspiele den Spielbetrieb beleben. Mit diesem Schachheim wurde eine Einrichtung geschaffen, die mit dazu beitragen wird, Berlins früheren Ruf als eine der führenden Schachstädte der Welt wieder herzustellen. [SCHACH 8/1952, S.128]
 
April 1952  Karfreitag
Am Karfreitag trugen Stahl Wilhelmsruh und Union Oberschöneweide einen Freundschaftskampf an 19 Brettern aus. Sieger wurde Union mit 11:8 Punkten. [SCHACH 9/1952, S.144]
 
26.05.1952 Teschner auf Rang 1
Rudolf Teschner führt die INGO-Liste an.
 
07.06.1952  Fest in Weißensee
Anläßlich des Aufstiegs zur Stadtklasse veranstaltet der SC Weißensee, Sektion Schach, an diesem Sonnabend im Volkshaus Weißensee, Berliner Allee 210, ein Fest mit Wolf Gabbe und seinem Tanzorchester. Die gesamte Berliner Schachgemeinde wird auf diesem Weg herzlichst eingeladen. [SCHACH 9/1952, S.144]
 
16.06.1952 Aktuelle Ingo-Rangliste
 1.Rudolf Teschner (Wilmersdorf) 36,89 / 10
2.Dr.Heinz Lehmann (Eckbauer) 48,36 / 8
3.Kurt Richter (Lichtenberg) 48,54 / 7
4.Berthold Koch (Seelenbinder) 56,31 / 5
5.Gottfried Grohmann (Eckbauer) 57,12 / 4
6.Adolf Pawelczak (SCK) 57,30 / 3
7.Lieb (SKZ) 57,75 / 2
8.Wasenberg (Wedding) 59,84 / 1
9.Paul Mross (Eckbauer) 59,86 / 6
Ingo / Auswertungen
 
27.06.1952 † Hermann Runow
Hermann Runow erliegt im Vereinslokal der Neuköllner Schachfreunde einem Herzversagen.
 
Juli 1952 INGO-Kreis Berlin
Hans Rammin leitet den seit einigen Monaten bestehenden INGO-Kreis Berlin, der bereits etwa 400 Spieler erfaßt hat. Berlin steht auch dem zentralen INGO-Ausschuß des DSB vor.
 
Juli 1952 Stüber wiedergewählt
Auf der Jahreshauptversammlung der SG Südwest Zehlendorf wurde der bisherige Vorstand einstimmig wiedergewählt. Dr.Erich Stüber ist 1.Vorsitzender, Riepenhausen sein Stellvertreter.
 
Juli 1952 Redlich erneut Berliner Meisterin
Friedel Redlich (SK Turm) wird zum fünften Mal (davon viermal hintereinander) Berliner Damenmeisterin. Friedel Redlich ist die Frau von Spielleiter Bruno Redlich (SK Turm).
 
Juli 1952 Treumann Klubmeister
Gerhard Treumann wird Klubmeister des SK Turm vor Wilfried Pflughaupt und Bruno Redlich.
 
10.08.1952 SK Wittenau 10:5 SK Lasker
 
 
Aug.1952 Deutsche Frauenmeisterschaft
Edith Keller-Herrmann (Dresden) verteidigt überlegen ihren Deutschen Frauenmeistertitel in Schwerin. 5.Berta Klabunde, 14.Friedel Redlich, 16. und damit letzter Platz Martha Daunke.
 
Aug.1952 Mandel Klubmeister
Walter Mandel wird Klubmeister des SK Kreuzberg vor Adolf Pawlczak und Paul Roesner. Zweiter Bezirksmeister von Kreuzberg wird Walter Freitag vor Titelverteidiger Günter Holze und Lohse.
 
Aug.1952 Jericke Vorsitzender
Paul Jericke wird neuer Vorsitzender des SK Wedding.
 
Aug.1952 Nieber Vorsitzender
O.Nieber bleibt Vorsitzender des SK Wittenau.
 
Aug.1952 Wilhelmsruh Jugendmeister
Motor Wilhelmsruh gewinnt die BJMM vor Union Oberschöneweide und "Werner Seelenbinder".
 
Sept.1952 Müller Berliner Pokalsieger
Wolfgang Müller gewinnt den Berliner Pokal (Teil des DSB-Wettbewerbs "Silberner Turm") gegen Dahl (beide SV Wilmersdorf) erst in der dritten Partie. 419 Schachfreunde in den Vereinen und dann 41 auf Verbandsebene hatten an dem k.o.-Turnier teilgenommen.
 
06.10.1952 Deinstrop Vorsitzender
Deinstrop wird neuer Vorsitzender des SV Wilmersdorf.
 
08.10.1952 SK Neukölln 5½:4½ SG Eckbauer
 
 
18.10.1952 Stiftungsfest Spandauer SV
Der Spandauer SV führt sein Stiftungsfest unter Mitwirkung prominenter Künstler durch.
 
19.10.1952 Stüber BSV-Vorsitzender
Dr.Stüber wird beim Verbandstag als Vorsitzender einstimmig wiedergewählt. Sein Stellvertreter ist Alfred Kinzel.
Die Unterbrechnung des gesamten Sportverkehrs zwischen Ost und West bedingt eine Änderung des Austragungsmodus der BMM.
 
Okt.1952 Blitzvergleich
SG Südwest Zehlendorf verliert einen Blitzwettkampf an 14 Brettern gegen den SV Wilmersdorf mit 64:132.
 
1952 Rückbenennung von Steglitz
Der "Schachverein Steglitz" heißt jetzt wieder "Schachverein Schallopp" - einen Namen, den der Verein während der Hitlerzeit nicht tragen durfte.
 
1952 Mechanik Mitte zieht zurück
Mechanik Mitte zieht seine Mannschaft aus der BMM zurück - neugegründeter Verein "Weiße Dame" rückt nach.
 
1952 Gumprich in Holland
Kurt Gumprich (Eckbauer) nimmt auf Einladung von Exweltmeister Max Euwe an einem Turnier in Holland teil und gewinnt überlegen mit 8 aus 9.
 
1952 Umbenennung ATV
ATV Berlin benennt sich in "Weiße Dame" um - Vorsitzender bleibt Otto Christ
 
1952 Eckbauer Berliner Meister
Eckbauer wird Berliner Mannschaftsmeister vor Kreuzberg und "Werner Seelenbinder"
 
1952 Teschner Berliner Meister
Rudolf Teschner wird mit 4 Punkten Vorsprung Berliner Meister vor Klaus Darga und Kurt Richter
 
1952 Bialas Jugendmeister
Wolfram Bialas Berliner Jugendmeister vor W.Domino und Adolf Delander
 
1952  Bialas Klubmeister
Die Vereinsmeisterschaft 1952 der SG Union Oberschöneweide gewann der Berliner Jugendmeister Wolfram Bialas mit 7 Punkten aus acht Partien. Zweiter wurde Gert Witte mit 5½ Punkten. In der 2.Klasse wurde Erich Höhnow und Wolfgang Krüger mit je 9 Punkten aus zwölf Partien Sieger. In der 3.Klasse belegten Paul Gottmann, Werner Kujawa und Fräulein Falk die ersten drei Plätze. Die Blitzmeisterschaft 1951 gewann ebenfalls Bialas mit 26 Punkten vor G.Wilde (24) und G.Witte (23). [SCHACH 9/1952, S.144]
 
1952  Berthold Koch gewinnt in Weißensee
Ein kleines Einladungsturnier der SG Weißensee sah B.Koch ungeschlagen als Sieger mit 6 Punkten (aus 7). Zweiter wurde H.Platz (4½) vor Rhodin, B.Ullrich (je 4), Kirchhammer (3½), Seiffert, Störk (je 2½), Ahlberg (1). [SCHACH 10/1952, S.160]
 

BSV © 19.07.2007

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